Octospora similis

octospora_similis
lt. Name: Octospora similis (Kirschstein) Benkert
Synonym: Octospora melina (Velenovsky) Dennis & Itzerott
Makroskopische Beschreibung:

Fruchtkörper (Apothezien): 1- 3(-4) mm im Durchmesser, jung mit wulstiger Randzone, die dann abflacht und unregelmäßig zottig- fransig wird; Apothecien blaßorange bis orange mit fleischrosanem Schimmer, Farbe bei unserer Kollektion intensiver rot als bei früheren Beobachtungen; Randsaum deutlich heller; scheibenförmig dem Erdboden stiellos aufsitzend.

Hymenium: glatt bis schwach rau, blaßorange bis orange mit fleischrosanem Schimmer.

Außenseite: etwas heller als Hymenium.

Geschmack & Geruch:

unbedeutend.


Mikroskopische Beschreibung:

Asci: 300- 325 x 16,5- 20 (-23) µm, zylindrisch, 8-sporig.

Paraphysen: 6-7 µm im Durchmesser, mehrfach septiert, schwach keulig angeschwollen bis nicht erweitert, gerade bis etwas gebogen, besonders in der oberen Hälfte der Paraphysen voll mit orangefarbenen, tröpfchenförmigen Inhalt (VBs), zur Basis hin nimmt oranger Inhalt deutlich ab bis Null.

Sporen: 17-18,5 x 11,5- 13 µm, hyalin, jung glatt (!!!) und erst alte freie Sporen mit fein warzigem Ornament, meist mit je 1 großen Lipoidtropfen (Durchmesser 10 µm), Sporenornament aus ziemlich regelmäßigen feinen Warzen die nicht vernetzt sind.


Fundort: Mecklenburg-Vorpommern; Gadebusch, ca. 1 km nnö Pokrent, offengelassene Sandgrube (Kiesabbau), auf vegetationsarmen Sandboden, grasig-moosige Brachfäche, die periodisch auch sehr nass ist, soc.: Bryum cf. caespiticium, Barbula unguiculata und div.Algen.
Datum: 21.11.2010
Gefährdung: kein Speisewert
Finder: Torsten Richter.
Bestimmer: Torsten Richter teste Dr.Dieter Benkert Vielen Dank dafür!
Ort: MTB: 2332/24
Abbildung bzw. Bschreibung:

Aus Mecklenburg-Vorpommern ist die Art bislang nur von einem Fund bei Feldberg bekannt (leg./det. D.Benkert). In Deutschland wohl ziemlich zerstreut bis selten (BENKERT 1995). Bekannt auch aus Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Tschechien und Nordamerika.

Die Art wächst von Mai-November und wird in der Roten Liste Deutschland als „gefährdet“ eingestuft, ist aber nur aus 5 Bundesländern nachgewiesen! KRIEGLSTEINER (1993) gibt 8 Fundpunkte für Westdeutschland an. Auch in Sachsen-Anhalt (TÄGLICH 2009) ist die Art nachgewiesen.

Abbildungen bzw. Beschreibungen:

--BENKERT (1995) Boletus 4S.97- 127 (Sporenfoto SEM)

--ENGEL/ HANFF Farbtafel 41/144 PFNO 1985

--ITZEROTT (1981) Nova Hedwigia S. 265- 280.

Mikrofotos & Sporenmessungen von Hartmut Schubert: Januar 6.1.2011

#

Länge

[µm]

Breite

 [µm]

Q.

 Fläche (L*B)

[µm²]

 1  20,7  13,98  1,48  289,39
2 18,27 13,9 1,31 253,95
 3 16,8 13,69 1,23 229,99
 4 18,35 13,52 1,36 248,09
 5 17,7 13,67 1,29 241,96
 6 17,42 13,44 1,3 234,12
 7 18,6  14,07 1,32 261,7
8 16,67 12,86 1,3 214,38
9 18,93 14,1 1,34 266,91
         
min 16,67 12,86  1,23 214,38
max 20,7  14,1 1,48 289,39
mittel 18,16  13,69 1,33 248,94

Vielen Dank an Dr.Dieter Benkert und Hartmut Schubert (Gernrode) für die Anfertigung der aussagekräftigen Mikrofotos.




Octospora similis 1000 01 stack ausgeschnitten
Octospora similis 1000 01 stack bearbeitet
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