Octospora wrightii

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lt. Name: Octospora wrightii (Berkeley & Curtis) J.Moravec
Makroskopische Beschreibung:

Fruchtkörper (Apothezien): 0,51,5 mm im Durchmesser, jung kugelig-pustelartig geschlossen, dann ausgebreitet kissenförmig, mit schwach bis deutlich wulstiger Randzone, die relativ stark fransig bis gewimpert, fast gezähnelt ist; Apothecien jung orange bis blaßorange, im Alter ausblassend; meist ungestielt aber auch teilweise leicht stielartig dem Substrat aufsitzend.

Hymenium: meist orange bis blaßorange.

Außenseite: durch dickwandige, septierte, farblose Hyphen leicht wollig-filzig und daher weißlich (heller) wirkend als Hymenium.

Geschmack & Geruch:

unbedeutend.

Mikroskopische Beschreibung:

Asci: 150- 170 x 15- 16 (-18) µm, zylindrisch, 8-sporig, Sporen relativ einreihig und z.T. etwas versetzt angeordnet, oft etwas perlschnurartig eingeschnürt durch die Sporen; Lugolreaktion negativ.

Paraphysen: 4,5- 6 (-6,5) µm im Durchmesser, wenig septiert, zylindrisch, schwach keulig angeschwollen bis kaum erweitert, gerade bis etwas gebogen, seltener auch gegabelt in der oberen Hälfte; besonders in den beiden oberen Zellen voll mit kleinen, lichtbrechenden, orangegelben Tröpfchen (VBs), zur Basis hin nimmt Zahl der Tröpfchen ab.

Octospora_wrightii_1000_01_gestackt_home_21000fach gestackt in Wasser Foto: Hartmut Schubert.

Octospora_wrightii_1000__fach_gestack1000fach gestackt in Baumwollblau Foto: Hartmut Schubert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Sporen: 11- 13 x 10- 11,5 µm, Hartmut Schubert ermittelte 11,13- 12,48 x 9,55- 11,27 µm, nach BENKERT (1998) (11)12- 14(15) x (9) 11- 12,5 (13,5) µm, hyalin, subglobos bis breit elliptisch, Ornament aus rundlichen, meist ziemlich entfernt stehenden , isolierten 0,5-1 µm hohen Warzen; vital und unreife Sporen oft mit mehreren Lipidtropfen, wenn reif mit 1 großen Lipidtropfen (Durchmesser 6,5- 7,5µm).

 messungen

 

 

 

 

 

 

 

 
Ektales Excipulum: aus einer textura intricata deren Hyphen relativ dickwandig sind, am Rand dann in eine textura porrecta aus eher dünnwandigen Hyphen übergehend.

Fundort: Mecklenburg-Vorpommern; Nesow ca. 1,5 km s von Rehna; gemauerter Durchlaß für einen Graben unter dem Bahndamm, auf feuchtem Kalkmörtel an der beschatteten Nordseite; mehrfach in allen Altersstadien auf Amblystegium serpens, soc.: Eurhynchium swartzii, Zygodon viridissimus, Rhynchostegium murale u.a. Bryophyten.
Datum: 19.03.2011
Finder: Torsten Richter.
Bestimmer: Torsten Richter.
Ort: MTB: 2232/14
Abbildung bzw. Bschreibung:

Anmerkungen: 1. Morphologie: Die Apothecien meiner Kollektion zeigen einen deutlich fransig-gezähnten Rand. BENKERT (1998) vermutete einige Zeit das es sich bei derartigen Funden um ein eigenes Taxon handeln könne. Aus heutiger Sicht kann Octospora wrightii durchaus stärker entwickelte Randstrukturen aufweisen. BENKERT (1998) vermutet das der gezähnelte Rand durch ein feuchtes Standortklima hervorgerufen werden könnte. Das würde auf unseren Standort zu 100% zutreffen und Benkerts Theorie untermauern. 2. Ökologie/ Phänologie/ Häufigkeit & Verbreitung: Octospora wrightii ist die bekannteste und häufigste Art der Sektion Wrightoideae. Die Art kann ganzjährig gefunden werden (BENKERT 1998), nur aus dem Juli liegen keine Fundmeldungen vor (BENKERT 1998). Die Art gilt als nicht gefährdet! Aus Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere eigene Funde bekannt (BENKERT 1998). In Deutschland wohl zerstreut und nachgewiesen in Sachsen-Anhalt (TÄGLICH 2009), Berlin, Thüringen, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und mehreren südlichen Ländern Westdeutschlands. KRIEGLSTEINER (1993) gibt 10 Fundpunkte für Westdeutschland an. Bekannt auch aus Nordamerika, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Estland, Niederlande, Österreich, Spanien, Norwegen, Schweiz, Ungarn, und der Tschechischen Republik (BENKERT 1995, 1998). Für die Anfertigung der aussagekräftigen Mikrofotos und die ergänzenden Sporenmessungen (Tabelle) danke ich Herrn Hartmut Schubert (Gernrode). Abbildungen bzw. Beschreibungen: --BOUDIER Tafel 399 --BENKERT (1995) Boletus 4 S.125 --BENKERT (1998) Zt. f. Mykol. 64 (1), S. 30- 33. --CAILLET/ MOYNE (1980) Taf.1/4 SEM --ITZEROTT (1974) Mikrokosmos Heft 10, Mikrofoto. --ITZEROTT (1981) Nova Hedwigia S. 265- 280, Mikrofoto Sporen.

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