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Dienstag, 05 September 2017 08:15

Erfolgreiches 13.Treffen der Pilzfreunde aus Wismar und des Pilzvereins Heinrich Sternberg Rehna e.V. am Roten See bei Brüel Empfehlung

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Wismar-Rehna/ Brüel. Am vergangenen Sonnabend trafen sich Pilzfreunde aus Wismar und Rehna zu ihrem traditionellen 13.Vereinstreffen am Roten See zu Brüel. Punkt 10.00 Uhr ging es los! Nach kurzer Begrüßung durch Reinhold Krakow und Torsten Richter ging es für die Pilzfreunde in zwei Gruppen auf Pilzpirsch. Mit Irena Dombrowa ging es in die Kobander Tannen und wer sich für Torsten Richter sowie Reinhold Krakow entschied fuhr in den Sültener Forst. Gegen 13.30 Uhr trafen dann alle wieder an der dortigen Blockhütte zur Fundauswertung und zum Mittagstisch ein. Alle Pilzfreunde waren recht zufrieden. Es gab reichlich Pilze für die Bratpfanne und auch für den Fotofreund. So kamen alle auf ihre Kosten.

Frau Roswitha Spöhr von der Schweriner Volkszeitung war zugegen und nahm mit Interesse unsere Berichte und Funderlebnisse auf, denn es hatte sich wirklich gelohnt. Maronen, Pfifferlinge, Steinpilze, Reifpilze und Krause Glucken gab es schon ganz ordentlich. Aber auch Milch- und Täublinge wanderten in die luftigen Pilzkörbe. Ein schönes Abschlussbild rundete den sonnigen Tag am herrlichen Roten See ab und macht Hoffnung auf mehr......

  • Die Wahl der Qual haben Manfred, Doris und Harry. Was essen wir denn heute....TR
  • Flaumiger Scheidling Volvariella hypopitys. TR
  • Scutellinia kerguelensis TR
  • Pilzfreunde aus Rehna und Wismar kurz vor dem Start in die Wälder. TR
  • Rasiges Knöterich-Stielbecherchen Hymenoscyphus dearnessii TR 1
  • Orangebecherling Aleuria aurantia TR
  • Gute Laune bei sonnigem Wetter und Pilze als Gesprächsthema. Was will man mehr. TR
  • Katrin und Jonas hatten eine erfolgreiche Wanderung hinter sich und gut Lachen. TR
  • Doris und Cordula bei der Geruchsprobe. TR
  • Schönes Wetter, schöne Pilze, schöne Pilzfreunde - das Abschlussfoto. TR
  • Frau Spöhr von der SVZ beim Interview mit Irena und Cordula. TR
  • Eike und Katrin hatten viel essbares und auch interessantes in ihren Körben. TR
  • Woolhopscher Borstling Trichophaea woolhopeia TR
  • Pfifferlinge gab es in bester Qualität. TR
  • Eifrig wurden die Pilzfunde von Katrin Richter besprochen.
  • Der seltene Kornblumenröhrling. TR

So klang schließlich ein schönes Vereinstreffen bei deftiger Mecklenburger Küche und einem Glas Pils oder Eisbecher in gemütlicher Runde aus. Bemerkenswert war das Massenauftreten von Öhrlingen, insbesondere des "Eselsohres". Die Eselsohren (Otidea onotica) waren im Sültener Forst sehr zahlreich vertreten und dadurch ein beliebtes Foto – Motiv. Sie können sogar gegessen werden, bringen aber nicht viel Masse. Mit Kleinpilzen wie dem Kerguelensischen Schildborstling (Scutellinia kerguelensis), dem Behaarter Holz-Rötling (Entoloma jahnii), dem Flockenstieligen Dachpilz (Pluteus podospileus) und dem Woolhopschen Borstling (Trichophaea woolhopeia) wurden spannende Arten entdeckt. Entoloma jahnii wurde erst einmal in MV gefunden. Schöne Funde waren auch der Kornblumenröhrling. In einem dichten, bis zu 4 Meter hohen Bestand aus Sachalin-Staudenknöterich entdeckte Torsten Richter dann den Fund des Tages. Das Knöterich-Stielbecherchen (lat.: Hymenoscyphus dearnessii). Die Art besiedelt die toten Stängel der meterhohen Pflanzen und es gibt nur sehr wenige Funde aus Deutschland. Aus Norddeutschland ist die Art bislang noch nicht bekannt gewesen. Ein Erstfund für unser schönes Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Also wie schon erwähnt, alle Pilzfreunde kamen zu ihrem Recht.

Torsten Richter

Gelesen 1579 mal Letzte Änderung am Dienstag, 05 September 2017 08:44