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{phocagallery view=category|categoryid=50|imageid=927|detail=5|overlib=2|float=left} Gelungener Vereinsausflug bei herrlichem Sonnenschein
Rehnaer und Wismarer Pilzfreunde auf Jagd nach Steinpilz, Pfifferling und Rarität

Rehna. Wismar. Brüel. Endlich war es wieder soweit! Am vergangenen Sonntag stand das schon traditionelle gemeinsame Pilze sammeln mit den Wismaranern auf der Tagesordnung! Wettergott Petrus liebt die Rehnaer und schickte Sonne pur! Und so machten sich die frohgelaunten Pilzfreunde auf den Weg in Richtung Brüel.

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Angenehme Temperaturen, trotz kalter Nacht empfing die Rehnaer am idyllisch gelegenen Roten See. Dort hatten sich dann auch etwa 40 Pilzsüchtige versammelt und nach dem Startschuss durch die beiden Vereinschefs Reinhold Krakow (Wismar) und Torsten Richter (Rehna) machte sich die Sammlerschar auch schon auf den Weg! In drei Gruppen ging es in die Wälder rund um den Roten-, Deichel- und Hohlsee sowie Weberin. Die Gegend, ein landschaftlicher Leckerbissen! Bei nach unten gerichtetem Blick durchforsteten die Pilzenthusiasten die Wälder und besonders die Funde von Steinpilz, Hexenröhrling und Rotkappe lösten stets ein begeistertes Hurra aus!

Nach gut drei Stunden anstrengender Suche versammelte sich die „pilzsüchtige Meute" dann wieder am Roten See. Die erbeuteten Trophäen wurden eifrig diskutiert und fast schon zelebriert. Viele Gäste der Gaststätte nutzten mit großem Interesse eine lehrreiche Freiluftausstellung, welche aus den gefundenen „Früchten des Waldes" zusammengestellt wurde, löcherten die Pilzkenner mit vielen praktischen Fragen und bestaunten die Vielfalt im Reich der Pilze. Die Artenvielfalt ist in diesem Jahr sehr groß, denn das niederschlagsreiche Wetter hat den Pilzliebhabern einen „gut gedeckten Tisch beschert".

Den Fund des Tages präsentierte die Gruppe von Torsten Richter. An der kalkhaltigen Seeterrasse des glasklaren Deichelsees wollte man eigentlich den seltenen Satansröhrling aufspüren, vergeblich. Es wurde noch viel seltener! Mit dem Lilafärbenden Braunsporstacheling (lat.: Sarcodon joeides) konnte eine Art nachgewiesen werden die entsprechend der Literatur 1994 zum letzten Mal in Mecklenburg-Vorpommern beobachtet wurde. Aus Deutschland sind nur sehr wenige Fundes dieser Rarität bekannt.

Ein Team von mecklenburgischen Naturfotografen nutzte die einmalige Chance und konnte Bilder dieser eher unscheinbaren Besonderheit machen. Zu den ebenfalls bemerkenswerten Funden gehörten auch zwei weitere Stachelpilze, der Schwarze Korkstacheling und der Gezonte Korkstacheling. Beides sind sogenannte Rote Liste Arten. Damit konnten die Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins einen würdigen Beitrag zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt beisteuern, und so auf den weltweiten Rückgang der Artenvielfalt aufmerksam machen.

Kulinarisch gut versorgt wurden die Pilzfreunde von der Gaststätte „Blockhütte" und bei einem Mix aus kühler, blonder „Pilssuppe" und Fachsimpelei ging der gemeinsame Tag mit Sonnenschein zu Ende. Mit einem letzten, wehmütiger Blick auf den Roten See verabschiedeten sich die Pilzfreunde. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: "Auf zum Roten See".

Die nächste Vereinswanderung findet am Sonnabend, den 18.September statt. Abfahrt ist um 9.30 Uhr vor dem Langen Haus in Rehna.

Fotos & Text: Torsten Richter