Dienstag, 11 November 2014 13:36

Verkostung des Ästigen Stachelbartes (Hericium coralloides)

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Wenn sich die Pilzbücher nicht einige sind hinsichtlich der Essbarkeit einer Art, dann wird natürlich gekostet. Dass der Ästige Stachelbart nicht giftig ist, darüber sind sich die Mykologen zumindest einig. Und dass er keine hohen Geschmacksnoten verdient hat, auch hier gibt es Übereinstimmung.

Warum soll man ihn also nach Meinung einiger Autoren nicht essen?
Zwei Gründe liegen auf der Hand. 1. ist er eine Zierde des Waldes und 2. ist er recht selten.
Dieses bei Wedendorf gefundene Exemplar (zu sehen ist hier nur ein Drittel des riesigen Exemplares) wirkte schon etwas alt und trocken. Deshalb folgen hier gleich zwei Nahaufnahmen, die das Filigrane des „Coralloides" zeigen.

 

Zu putzen war nichts, also ab in die Pfanne und wegen der Vergleichbarkeit (Chansengleichheit) so zubereitet, wie eine sonstige normale Pilzpfanne: etwas Speck und Zwiebel, Öl, Butter, Salz und Pfeffer.

 

Durch den Dunst ist das Foto recht unscharf, das ist okay. Nun aber das Ergebnis: ich probierte diese Portion auf dem neutralen Untergrund von Stampfkartoffeln und er schmeckte nicht schlecht, nämlich nach etwas Speck und Zwiebel, Öl, Butter, Salz und Pfeffer.

So wie er keine Hüte zum Schutz der Sporen ausbildet hat er auch nicht wirklich Fleisch. Also am besten das nächste Mal im Wald
lassen, schöne Fotos machen und hinterher zu Hause Speck und Zwiebel .... essen.

Wenn ich mich nicht irre, ist er verwand mit dem „Lästigen Stachelbart" - hier ein Foto von meinem eigenen:

 

 

und möglicher Weise mit dem Blumenkohl.

„Pilzdiakon" Matthias Krause, Matti

Gelesen 2173 mal Letzte Änderung am Dienstag, 18 November 2014 13:53

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