{phocagallery view=category|categoryid=4|imageid=223|detail=5|displayname=0|displaydownload=0|float=left}Ein anfangs ungewöhnlich erscheinendes Projekt feierte Geburtstag: 10 Jahre Tage der Pilze. Warum ist das Vorhaben so erfolgreich?

Volker Jödicke: Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Der Grundstein wurde mit einer Pilzausstellung in der Schule gelegt. Dort zeigten Besucher und Eltern großes Interesse an diesem Thema. Wir sahen dies als Handlungsauftrag und initiierten die Tage der Pilze. Personelle Starthilfe gab es von der Stadt. Heute läuft alles ehrenamtlich, aber immer unter Einbeziehung von Schülern.

Sieht der Verein seine Arbeit als eine Art Bildungsauftrag?

Volker Jödicke:
Ja. Es lassen sich wunderbar Zusammenhänge in der Natur erklären. Pilze können ein Indikator für Klimaveränderungen sein. Die Schulkooperation ermöglicht es, mit engagierten Schülern die Natur zu erkunden und Arten zu bestimmen.



Verfolgen die Jugendlichen auch nach der Schule die Ziele des Vereins?

Volker Jödicke:
Man mag es kaum glauben, aber einige Schüler sind heute Vereinsmitglied. Andere unterstützen uns mit der Gabe von Exponaten, obwohl sie lange die Schule verlassen haben. Die Umweltarbeit trägt Früchte. Heute zählt der Verein mehr als 50 Mitglieder. Tendenz steigend.

Wer ist Motor des Vereins?

Volker Jödicke:
Heinrich Sternberg legte mit seinem Wirken an der Schule und in der Stadt den Grundstein. Torsten Richter führt die Arbeit in seinem Sinne fort und so gründete sich vor fünf Jahren der Pilzverein "Heinrich Sternberg e.V. Rehna".

Gibt es neue Ziele?

Volker Jödicke:
Die Öffentlichkeitsarbeit liegt uns am Herzen. Dazu gehört der Aufbau einer Datenbank mit sämtlichen Pilzfunden. Allein im Woitendorfer Wald kartierten wir 1 000 Arten. Unsere Ergebnisse stellen wir Fachgremien wie dem Landesamt für Umwelt und Natur zur Verfügung. Ein Pilzatlas Woitendorfer Wald wäre eine interessante Publikation.

Wer unterstützt diese Arbeit?

Volker Jödicke:
Die Stadt Rehna stellt die Räume zu den Tagen der Pilze bereit. Regionale Unternehmen unterstützen finanziell. Ebenso die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Natur (NUE). Mit deren Finanzmitteln konnten wir auf der Buga werben und den Bau neuer Ausstellungstische in Angriff nehmen. Auch das Land MV unterstützt im Rahmen der Umweltbildung. Folglich können wir Anschauungstafeln bereitstellen. Egal wie groß oder gering die Förderung ist. Wir sichern damit in jedem Jahr die Qualität unserer Veranstaltungen und können mit hoch qualifizierten Pilzberatern aufwarten.

Gab es in all den Jahren außergewöhnliche Funde:

Volker Jödicke:
Ja. Unter anderem ein Fund von Nina Arnold. Die Löwitzerin präsentierte einen Kupferroten Lackporling. Ein Neufund, denn er kommt für gewöhnlich in Spanien vor. Darüber hinaus gibt es sogar Anfragen aus Kanada, wo Pilzexperten die Rehnaer um Rat bitten.

Wann geht es wieder raus in die Natur?

Volker Jödicke: Am morgigen Sonntag gibt es eine Vereinswanderung. Treffpunkt 9.30 Uhr am Langen Haus.
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Giftnotruf: 0361 730 730

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