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Montag, 31 März 2014 06:31

Rehnaer Pilzverein begrüßt neue Mitglieder

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Rehnaer Pilzverein dankt Sponsoren und Förderern für die langjährige Treue!
Pilzwanderungen sind Schwerpunkt des Vereinslebens

Rehna. Vor einigen Tagen blieb kaum noch ein Stuhl frei, als der Pilzverein zu seiner alljährlichen Mitgliederversammlung eingeladen hatte. Tagungsort war der mit viel Liebe sehr geschmackvoll gestaltete Gemeindesaal der evangelischen Kirchgemeinde zu Rehna. Herrn Pastor Andreas Ortlieb sei für die Bereitstellung der zweckmäßig sanierten Räumlichkeiten herzlich gedankt.

  • Heide-Keule (lat. Clavaria argillacea)
  • Herzlich Willkommen im Rehnaer Pilzverein Helga Protsch aus Schönfeld
  • Große Freude bei Karl Friedrich Brüning--der interessanteste Pilzfund des Jahres gelang ihm.
  • Karl Friedrich Brüning wurde für seinen Pilzfund des Jahres 2013 geehrt
  • Pilzchef Torsten Richter freut sich über neue Mitglieder wie Silke und Marco Wiegand (links) und Pirkko Roinila (rechts)
  • Aufmerksame Zuhörer auf der Vereinsversammlung der Pilzfreunde

Mit optimistischen Worten begrüßten Volker Jödicke und Torsten Richter die 51 Mitglieder aus Nah und Fern. Mit besonderer Freude wurden als Gäste auch Regina Groß, Fraktionsvorsitzende "Bündnis '90/Die Grünen" von Nordwestmecklenburg gesichtet. Sie gehört zu den Mitgliedern der 1.Stunde und sucht gerne zum Ausgleich an frischer Luft Pilze!
Zu Beginn des Berichtes dankte der Vorstand seinen langjährigen Förderern und Sponsoren. Die Bau- und Möbeltischlerei Eigenstetter, Hotel Stadt Hamburg (Rehna) Inhaber R. & C.Muuß, das Autohaus Opel Carlsson, SP: Arndt, die Zahnarztpraxis Carsten & Kirsten Paprotzki, Getränkepartner Maack und Maack Event, Optiker Wichert, Christel Schotte, Winkler & Sohn Autohaus Renault, sowie Rechtsanwalt a.D. Helmut Drechsler seien hier nur stellvertretend für alle anderen genannt. Aber auch Vereinsmitglieder traten als aktive Sponsoren auf, wie Dipl. med. M .Herbst, Landhandel Reinhard Krix, Christine Abraham und die Buchhandlung Schnürl & Müller GbR.


Besondere Dankesworte richteten sich auch an den Rehnaer Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg. Die Vereinsförderung durch die Stadt Rehna und die kostenlose Nutzung des Kreuzganges sind willkommene Gesten der Stadtführung und in Zeiten knapper Kassen Symbole der ehrlichen Unterstützung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit!

Und um es gleich vorwegzunehmen. Der Bericht brachte es zum Ausdruck, 2013 war für den Rehnaer Pilzverein und seine Mitglieder ein überaus erfolgreiches Jahr. Es gab zwar kaum Herbsttrompeten, dafür gab es aber kurzzeitig eine wahre Steinpilzflut in den Wäldern, so Richters Resümee des vergangenen Jahres aus Pilzsicht! Vielschichtige Aktivitäten von A wie Artenvielfalt, über T wie Tage der Pilze, bis Z wie Zusammenarbeit mit Stadt, Schule, Sponsoren und anderen Partnern. Dank der lokalen Sponsoren ist beispielsweise der traditionelle Schulzeichenwettbewerb ein wirklicher Höhepunkt und die Ergebnisse können dementsprechend präsentiert werden. Vieles streifte Richter in seinem umfassenden, aber zugleich locker gehaltenen Bericht. Betroffene Stille bestimmte den Raum als die Pilzfreunde in gemeinsamer Trauer sich an den im Juni 2013 plötzlich verstorbenen Lehrer und Pilzfreund Jörg Lippmann erinnerten.

Im Anschluß trug Volker Jödicke einen sachlich abgefassten Überblick zu den Finanzen vor. Der Verein arbeitet stets nach dem Motto: man kann nur das ausgeben, was man erwirtschaftet! Eine Empfehlung für die Zukunft, auch an andere Verbände! Der Pilzverein verfügt über einen soliden Haushalt, wie der stellvertretende Vorsitzende Volker Jödicke beim Verlesen des von Kassenwartin Katrin Richter verfassten Finanzberichts eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Mit Spannung, aber ohne Trommelwirbel wurde dann der „Schönste Pilzfund des Jahres 2013" geehrt. Bereits im vergangenen Jahr kam die Würdigung eines schönen bzw. interessanten Pilzfundes und seines Entdeckers gut an bei den Pilzfreunden. Karl Friedrich Brüning aus Herrnburg entdeckte die eher unauffällige Heide-Keule (lat.: Clavaria argillacea). Die Art steht in der Roten Liste in der Kategorie „gefährdet". Viel Applaus und Anerkennung erntete Brüning für diesen tollen Fund!

Die Mitglieder spendeten aber nicht nur an dieser Stelle reichlich Beifall! Applaus gab es auch für den Vorstand, der seine Arbeit zuverlässig und transparent gestaltete.
Nach all den Berichten gab es dann noch einen Blick nach Vorne, Termine für 2014, z.B. Umwelttag in Rehna am 12.April, Vereinstreffen mit Wismarer Pilzfreunden am Roten See am 31.August, 15. Tage der Pilze vom 4.10. bis 5.10.2014 usw.. Damit werden das Erntedankfest und die 15.Tage der Pilze wieder gemeinsam durchgeführt. Schon 2011 hat sich die Kombination von Erntedankfest und den Tagen der Pilze als eine goldrichtige Entscheidung erwiesen. Für alle Beteiligten ergaben sich Synergieeffekte die es zu erhalten gilt. Kurzum, gemeinsam ist man attraktiver für Einheimische und Gäste aus der Region! Die Pilzausstellung in der einmaligen Atmosphäre des Kreuzganges überzeugte während des Erntedankfestes viele Besucher! Regelmäßige Lehrwanderungen mit Schülern und Vereinsmitgliedern werden dann im Herbst zum Schwerpunkt des Vereinslebens.
Weiterhin wird Vereinschef Torsten Richter Ende Oktober 2014 an der deutschen Dünenpilztagung auf der Insel Amrum teilnehmen.
Das Konzept und die Vorhaben der Rehnaer Pilzfreunde scheinen zu überzeugen. Der Verein wächst kontinuierlich (82 Mitglieder) und so wurden neun neue Mitglieder in die Reihen der Pilzfreunde aufgenommen. Der Verein hat sich mittlerweile zu einem zentralen Anlaufpunkt für Pilzinteressierte in Westmecklenburg gemausert. Akzeptiert und gut genutzt wird auch die vereinseigene Homepage als Kontaktmedium und zur Präsentation der Aktivitäten, sowie von Sponsoren. Die Pilzausstellung in der einmaligen Atmosphäre des Kreuzganges überzeugte während der Tage der Pilze auch viele Besucher aus Nah & Fern!

Dank der fleißigen Pilzfrauen und -männer ging es im Anschluss endlich an die „Eroberung" des vielfältigen Büffet. Die köstlichen Leckerein mit und ohne Pilzen begeistern jedes Jahr aufs Neue! Auch diesmal hatten sich die fleißigen Pilzfrauen und einige Pilzmänner wieder voll ins Zeug gelegt und begeisterten die Pilzfreunde mit eigenen Kreationen. Egal ob nun die Toskanische Pilzsuppe von Carola Bohlmann oder die rustikalen Schmalzstullen von Kerstin Hey, der Abend ließ auch kulinarisch keine Wünsche offen. Während der gemütlichen Gespräche rund ums Thema Pilze gingen durch die Reihen auch zwei Fotobücher des vergangenen Jahres. Katrin Richter und Matthias Krause hatten wie in den Jahren zuvor mit viel Fleiß und Mühe diese mit Bildern und Texten versehenen Rückblicke zusammengestellt. In gedruckter Form sind sie für jedermann zugänglich. Dafür gebührt beiden ein großes Dankeschön. Mit optischen Leckerbissen aus der Pilzwelt und dem Vereinsleben des vergangenen Jahres ging es per Beamer auf Pilzpirsch. Bei anregenden Getränken und allerlei Pilzlatein ging das Vereinstreffen in gemütlicher Runde zu Ende. Mit Spannung und Freude erwarten die Rehnaer das Pilzjahr 2014. Hoffentlich gibt es einen feuchtwarmen April dann sollte es im Mai heißen: „Auf in die Morcheln"!

Torsten Richter

 

 

Rehna-Selmsdorf. Das vorgezogene Frühjahr macht es möglich! Alle sind schon da-
Kranich, Weißstorch, Pestwurz, Schneeglöckchen, Leberblümchen, Krokus und noch viele andere Pflanzen und Tiere verraten es uns: der Frühling ist da. Und im stiefmütterlich behandelten Reich der Pilze? Da gilt es sie auch, die Signale des Frühlings. Feuerwehrrote Boten in Becherform durchbrechen das noch kühle, feuchte Blattwerk des Vorjahres und überraschen die aufmerksamen Spaziergänger entlang von Waldwegen und feuchten Senken.

Gemeint sind die Österreichischen Prachtbecher (lat. Sarcoscypha austriaca), die derzeit in einem Waldgebiet bei Selmsdorf zu Hunderten zu beobachten sind. Dieser schöne, im Norden relativ seltene Pilz erscheint bereits nach der Schneeschmelze, vor allem in auwaldartigen Wäldern und entlang von Bach- und Wegrändern auf liegenden Ästen von Weide, Ahorn und Erle. Seine knallroten, bis zu 8 Zentimeter großen Fruchtkörper verzaubern den Vorfrühlingswald und erinnern an seine weit wegwohnende Verwandtschaft. Fast alle Verwandten des Österreichischen Kelch- oder Prachtbechers bevorzugen nämlich ein Leben
in den Tropen und da geht es ja bekanntlich recht bunt zu.

Zu erkennen ist der „Österreicher" an seiner scharlachroten Fruchtschicht (Hymenium). Die Becher sind oft gestielt und die weißliche Außenseite ist dicht feinfilzig. In unseren Breiten gilt der Österreichische Becher als selten und er benötigt für seine Lebensprozesse feuchte Standorte, gerne in lehmigen Schluchten und an Hängen. Dort werden die jungen, gestielten Fruchtkörper oft bereits im November/ Dezember angelegt und wachsen in jeder milden Winterperiode ein Stück weiter, bis zu dem Tag wo sie die beblätterte Altlast des Vorjahres beiseite schieben und uns aturfreunde begeistern. So bleibt nur noch ein Gedanke: es wird Frühling! Hurra.

 

Freitag, 07 Februar 2014 07:34

Was macht ein Pilzsammler im Winter?

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Rehna-Heiligenhafen-Ostsee. Diese Frage lässt sich schnell beantworten. Angeln, heißt die Antwort und so packten die langjährigen Angel- und Pilzfreunde Peter Schulze, Uwe Seemann und Torsten Richter am vergangenen Dienstag ihre Angelutensilien. Um kurz nach 3.00 Uhr in der Nacht unterbrach der Wecker den Schlaf, der eh wie immer vorm Angeln unruhig war. Bei frostigen Temperaturen ging es in Richtung Heiligenhafen und dort lag der Hafen von Eisschollen bedeckt vor den drei angelnden Pilzfreunden.

  • Kopf an Kopf Dorsch und Angler Torsten Richter
  • Mit dabei war auch Angel- und Pilzfreund Uwe Seemann
  • So richtig lächeln konnte Torsten nicht den die beiden Dorsche zerrten mit ihrem Gewicht an den Armmuskeln
  • Eisbedeckte Ostsee von Heiligenhafen
  • Eisschollen behinderten die Ausfahrt auf das offene Meer
  • Unser Lieblinskutter schon seit über 20 Jahren die EINIGKEIT
  • Wo Fisch ist sind die Moewen nicht weit
  • 8 Kilogramm wog der Dorsch am 4 Februar 2014!

Ein Platz auf dem langjährigen Lieblingskutter „Einigkeit" war schnell gefunden und bis zur Abfahrt 7.30 Uhr füllte sich der Angelkutter doch sehr bedrohlich. Es wurde eng! Eine bescheidene Variante von Eisbrecher bahnte uns den Weg und die Einigkeit mit den „drei Helden aus Rehna" an Bord nahm Fahrt auf in Richtung offene Ostsee. Der wenige Wind machte die eisige Kälte und die Ausfahrt erträglich und nach gut 90 Minuten Fahrt ertönte endlich dass Signal! Die bunten Pilker schnellten in Richtung Wasser und tanzten kurz über dem Grunde der Ostsee. So verlief ein herrlicher Tag an frischer Salzluft und das Gefühl von wahrer Freiheit war grenzenlos. Am Ende des Angeltages hatten alle der „Helden" frischen Fisch.

Tagessieger im internen Wettkampf wurde Pilzchef Torsten Richter. Er hatten einen 8 und einen 6,5 Kilogramm schweren Dorsch gefangen. Beide Fische waren kurz unter einem Meter
lang. Daheim angelandet fanden die frischen Filets einen eisigen Platz im Gefrierfach des Tiefkühlschrankes, gleich neben den schon frierenden Steinpilzen, Stockschwämmchen und Austernseitlingen aus dem vergangen Jahr. Damit endet unserer kleiner Erklärungsversuch, was macht ein Pilzsammler im Winter. In diesem Sinne bis bald liebe Pilzfreunde.

Euer Vereinsvorsitzender Torsten Richter

 

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