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Pilz des Jahres

Pilz des Jahres (11)

Fragen für neue Benutzer von Joomla!

Mittwoch, 11 März 2009 08:16

Pilz des Jahres 2004

geschrieben von
1

Echter Hausschwamm

Pilz des Jahres 2004
Serpula lacrymans (Wulfen) Schroet.

hausschwamm.jpg

Seit jeher gehört der Echte Hausschwamm zu den gefürchtetsten Schädlingen in Gebäuden, gebärdet er sich doch nicht selten unberechenbar, selbst in Fällen, wenn er schon erfolgreich bekämpft schien.
Mittwoch, 11 März 2009 08:12

Pilz des Jahres 2005

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1

Wetterstern

Pilz des Jahres 2005
Astraeus hygrometricus
(Pers.) Morgan

1108403095_20850_11405.jpg

Eine zuverlässige Wettervorhersage ist ein alter Menschheitstraum. Jahrhunderte lang vertraute man auf den bekannten „Wetterfrosch“ im Glas, auf Fichtenzapfen, die ihre Schuppen spreizen, auf hoch oder tief fliegende Schwalben – und auf einen sternförmigen Pilz, dem man den ehrenvollen Namen Wetterstern verlieh.

Mittwoch, 11 März 2009 08:07

Pilz des Jahres 2006

geschrieben von
1

Ästige Stachelbart

Pilz des Jahres 2006
Hericium coralloides (Scop.) Pers.

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Foto: Volker Jödicke

Wer das Glück hat, ihn zu finden, bleibt erstaunt stehen und überlegt: Wie kommen diese Korallen bloß hierher, in diesen deutschen Buchenwald

Mittwoch, 11 März 2009 07:52

Pilz des Jahres 2009

geschrieben von
1

Blauer
Rindenpilz

Pulcherricium
caeruleum
(Lam.) Parmasto
= Terana caerulea
(Lam.) Kuntze

Teranacaerulea.jpg. Download hohe Qualität 0,5MB
Teranacaerulea
(12.12.2000, MTB 5317/3)
Memelsberg Nähe Blasbach.
Foto: Matthias Theiß
Mittwoch, 11 März 2009 07:47

Pilz des Jahres 2007

geschrieben von
1

Puppenkernkeule

Pilz des Jahres 2007 Cordyceps militaris (L.) Link

1160377312_2505_17679.jpg

Orange-gelb leuchtet ein keulenförmiger Pilz im Grün der Wiese. Nur wenige Zentimeter ist er groß, fast hätten wir ihn übersehen. Ist es eine Keule der Familie Clavariaceae, also ein Ständerpilz (Basidiomycota)? Nein, das kann nicht sein, denn wir sehen die Öffnungen von dicht unter der Oberfläche liegenden Kammern (Perithecien), die angefüllt sind mit mikroskopisch kleinen Sporenschläuchen (Asci). Es handelt sich also um einen Schlauchpilz (Ascomycota). Vielleicht ist es ein Holzkeulenpilz? Holzkeulenpilze (Xylariales, Ascomycota) sind jedoch normalerweise schwarz und, wie ihr Name schon sagt, sie leben auf Holz. Vielleicht wächst unser Pilz auf im Boden vergrabenem Holz? Wir schauen nach. Mehr oder weniger gut erkennbar finden wir an der Basis des Stiels im Boden verborgen eine tote, durch Fäden des Pilzes mumifizierte Schmetterlingspuppe! Wir haben es mit einem parasitischen Pilz zu tun, der als kleine, Pilzfäden bildende Spore in lebende Insekten eindringt, die Tiere abtötet und die Kraftstoffe des Insektenkörpers für die Entwicklung keulenförmiger Fruchtkörper nutzt. Es handelt sich um die Puppenkernkeule (Cordyceps militaris)!

Die Puppenkernkeule ist in der gesamten Nordhemisphäre verbreitet und auch bei uns relativ häufig zu finden, besonders im Herbst. Es ist also keine in ihrem Bestand gefährdete Art. Wie kommt dieser kleine, Tod bringende Pilz trotzdem zu der Ehre, „Pilz des Jahres“ zu werden?

Die Puppenkernkeule zeigt uns, wie wichtig gerade kleine Pilze in unseren Ökosystemen sein können. Ihre Aufgabe ist eine natürliche Regulierung der Schmetterlingspopulationen. Als Erreger einer Insektenkrankheit mit Todesfolge, der als Spore zufällig seine Opfer finden muss, entwickelt sich die Puppenkernkeule besonders zahlreich, wenn die Insektenpopulation besonders dicht ist, also gerade wenn eine Schmetterlingsplage herrscht. Durch die Pilzkrankheit wird die Anzahl der Insekten schnell reduziert, es gibt weniger Wirte für den Pilz, der Pilz wird weniger häufig und die Überlebenschancen der Insekten sind wieder günstiger. So ist für ein natürliches Gleichgewicht zwischen Insekten und Pilzen gesorgt. Auch für unsere Kulturpflanzen können wir Pilze zur Bekämpfung von Schadinsekten einsetzen, wofür wir aber nicht die Puppenkernkeule, sondern nahe verwandte Mikropilze, wie z.B. Beauveria-Arten, nutzen.

Hinweise auf medizinisch interessante Inhaltsstoffe der Cordyceps-Arten liefern uns angeblich Yaks, zottige Rinder in den Hochebenen Tibets, die zur Brunftzeit die Chinesische Kernkeule (Cordyceps sinensis) ausgraben, fressen und dadurch richtig gut in Fahrt kommen! Für den Menschen interessante Heilkräfte dieser Pilze sind in chinesischen Kräuterbüchern dokumentiert, die bis zu 2.000 Jahre alt sind. Cordyceps-Arten werden nicht nur als Aphrodisiakum empfohlen, sondern auch für die Stärkung der Lunge, Nieren und Spermienproduktion, gegen Husten, Erkältung und Blutungen. Kurz gesagt, dienen Cordyceps-Arten, allen voran C. sinensis und C. militaris, der Stärkung der Lebensenergie „Qi“. Auch Sportler nutzen sie, da sie als Doping-Mittel nicht verboten sind. Die beste Wirkung zeigen die mumifizierten Insektenlarven mit ihren keulenförmigen Pilz-Fruchtkörpern als heißer wässriger Extrakt, also als Tee.

Wissenschaftler unserer Zeit haben die Inhaltsstoffe analysiert und zahlreiche Heilwirkungen bestätigt. So wirken unter anderem Polysaccharide entzündungshemmend, gegen Tumore und Metastasen, stärken das Immunsystem und helfen bei der Regulierung von Zucker- und Fettwerten des Blutes. Cordycepin, ein Desoxyadenosin, trägt bei zur Aktivität gegen Tumore und tötet Bakterien sowie Insekten.

Da die Puppenkernkeule und verwandte Arten als Medikament heiß begehrt und in der Natur nicht so häufig zu finden sind, werden Puppen der Seidenspinnerraupe, Bombyx mori, mit den Pilzen künstlich infiziert. Diese mühsame Kultivierung und die große Nachfrage aufgrund der wertvollen Eigenschaften führten dazu, dass insbesondere die Chinesische Keule zu den teuersten Pilzen weltweit zählt. Seit wenigen Jahren hat man es jedoch geschafft, die Puppenkernkeule im Labor auf Nährmedium heranzuziehen, wodurch die Produktionskosten geringer werden.

Weltweit umfasst die Gattung Cordyceps ungefähr 450 Arten, darunter neben vielen Insektenparasiten auch Pilzparasiten, wie z.B. die Zungen-Kernkeule (Cordyceps ophioglossoides), die auf Hirschtrüffeln (Elaphomyces spp.) lebt. Zur näheren Verwandtschaft zählen zudem Pflanzenparasiten, wie der Mutterkornpilz (Claviceps purpurea) und der Gras-Kernpilz (Epichloë typhina). Aufgrund der vielfältigen Inhaltsstoffe, Substrate und Wechselwirkungen mit Pflanzen, Tieren und anderen Pilzen ist die Erforschung des Verwandtschaftskreises der Puppenkernkeule, die Clavicipitaceae in den Hypocreales, für Pilzforscher und Mediziner eine spannende Aufgabe, die noch viele wertvolle Ergebnisse erwarten lässt!


aus Deutsche Gellschaft für Mykologie (DGfM)

Donnerstag, 05 März 2009 21:50

Pilz des Jahres 2008

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1

Pilz des Jahres 2008

pilzdesjahres2008
Bronze-Röhrling

Der Bronze-Röhrling, auch Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus Bull.: Fr.) genannt, ist ein stattlicher Pilz aus der Verwandtschaft der Steinpilze.

Wetter

56°
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°F°C
Rain
Humidity: 97%
Tue
Rain
47 | 62
8 | 16
Wed
AM Showers/Wind
44 | 54
6 | 12

In Notfällen bei Pilzvergiftungen steht der Pilzsachverständige DGFM Alexander Glomb unter
01738676511 24h zur Verfügung.

Notfallhilfe bei Pilzvergiftungen für Nordwestmecklenburg, Schleswig- Holstein und Hamburg!

oder über

Giftnotruf: 0361 730 730 

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