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Pilz des Jahres

Pilz des Jahres 2012

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Cantharellus cinereus Pers.: Fr., Grauer Leistling

Lateinischer Name: Cantharellus cinereus Pers.: Fr.

Deutsche Namen: Grauer Leistling


Grauer LeistlingCantharellus cinereusEin unscheinbarer Geselle ist der Graue Leistling. Mit seinen graubraunen Tarnfarben ist er schwer im Herbstlaub auszumachen. Es sei denn, er wächst zwischen gelb verfärbten Hainbuchenblättern, wie auf unserem wunderschönen Bild des Pilzfotografen und Hobby-Mykologen Marco Gebert. Mit seinem trichterförmigen Hut, den grauen Leisten auf der Hutunterseite und dem braunen Stiel ähnelt er dem Trompeten-Pfifferling. Der Fachmann erkennt schon aus dem lateinischen Namen „Cantharellus cinereus", dass der graue Leistling tatsächlich mit dem Pfifferling verwandt ist. In Deutschland gibt es sogar sechs verschiedene Pfifferlingsarten. Der wohl bekannteste unter ihnen ist der beliebte Speisepilz „Cantharellus cibarius", der Pfifferling oder Eierschwamm.

Alle Pfifferlingsarten sind sog. Mykorrhizapilze. Sie leben in Symbiose mit unseren Waldbäumen. In dieser Lebensgemeinschaft tauscht der Pilz mit dem Baum lebenswichtige Nährstoffe aus. Die Fruchtkörper des Pfifferlings, den wir im Wald sammeln können, ist jedoch nicht der alleinige Pilz. Im Waldboden wächst, für uns unsichtbar, das Pilzgeflecht des Pfifferlings. Dieses Pilzgeflecht schlägt, wie man heute weiß, von seiner Flächenausdehnung und seiner Lebensdauer alle Rekorde. Zum Beispiel kann der Hallimasch als Parasit mit seinem Pilzgeflecht viele Hektar Boden durchdringen und dabei älter werden als alle bekannten Lebewesen.

Der Graue Leistling ist, wie alle anderen Pfifferlingsarten der Gattung „Cantharellus", durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Allerdings hat der Gesetzgeber hier eine Ausnahmeregelung erlassen, die es dem Pilzgourmet erlaubt Pfifferlingsarten in geringen Mengen für den eigenen Bedarf in der Natur zu sammeln. Dies schließt demzufolge das kommerzielle Sammeln für Restaurants aus. Pfifferlinge, die auf dem Markt angeboten werden stammen hauptsächlich aus den baltischen Staaten, Russland und dem Balkan. In der Presse gab es in letzter Zeit immer wieder alarmierende Berichte über verdorbene Ware, bedingt durch die langen Transportwege und Lagerung. Hier heißt es für den Verbraucher genau hinschauen.

In Deutschland kann der Graue Leistling in jedem Bundesland gefunden werden. Er ist nicht selten unter Rotbuchen zu finden. Eine Verbreitungskarte aus dem Datenbestand der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zeigt, dass die Fundmeldungen in Deutschland mit Sicherheit noch lückig sind. Eine Karte de Fundmeldungen im Dokumentenblock auf der rechten Seite abgerufen werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Grauen Leistling zum „Pilz des Jahres 2012" gewählt um auch auf nahe Verwandte Arten des weitbekannten Markt-Pfifferlings aufmerksam zu machen.

Fotos: Torsten Richter

aus  http://www.dgfm-ev.de



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Pilz des Jahres 2011

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Roter Gitterling (Clathrus ruber Pers.)

clathrus ruber kDie Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat den Roten Gitterling (Clathrus ruber) zum „Pilz des Jahres 2011“ gewählt.

Dieser sehr außergewöhnlich aussehende, ungenießbare Pilz gehört verwandtschaftlich zu den Stinkmorchelartigen und anderen Gitterlingsartigen. Ähnlich wie bei der Stinkmorchel, schiebt sich aus einem tennisballgroßem Hexenei eine fleischrote Gitterkugel. Nach ihrer Entfaltung entströmt dieser Gitterkugel ein aasartiger Geruch, der Fliegen anlockt. Gierig nehmen die Fliegen die Sporenmasse auf. Die Pilzsporen werden im Verdauungstrakt der Insekten transportiert und landen nach der Ausscheidung wieder auf der Erde. Somit sorgen sie für die Verbreitung des Pilzes.

Kann man diesen unverkennbaren Pilz in Deutschland nun auch finden ??? Die Pilzkartierung der DGfM verzeichnet für Deutschland etwa 90 Funde, somit ist er eher selten. In Mecklenburg-Vorpommern gilt der Pilz als Rarität! Meist kommt der Rote Gitterling im Sommer auf Friedhöfen, in Gärten oder Parkanlagen vor. Im Mittelmeergebiet ist er häufiger zu finden. Wie der Tintenfischpilz, ein naher Verwandter, ist der Rote Gitterling in Deutschland eingebürgert. Ob er sich in Ausbreitung befindet, kann derzeit nicht mit Sicherheit beurteilt werden. Dies ist auch ein Grund für die Nominierung 2011. In einer breit angelegten Mitmachaktion möchte die DGfM weitere Fundmeldungen und somit mehr Informationen über die Verbreitung des Pilzes sammeln.

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Pilz des Jahres 2010

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Schleiereule

Blaugestiefelter Schleimkopf

Cortinarius praestans (Cord.) Gill.

alt

Schleiereule,

Cortinarius praestans

(Cord.) Gill.,
Bildvorlage:

Edmund Garnweidner,

Fürstenfeldbruck

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Pilz des Jahres 2009

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Blauer
Rindenpilz

Pulcherricium
caeruleum
(Lam.) Parmasto
= Terana caerulea
(Lam.) Kuntze

Teranacaerulea.jpg. Download hohe Qualität 0,5MB
Teranacaerulea
(12.12.2000, MTB 5317/3)
Memelsberg Nähe Blasbach.
Foto: Matthias Theiß
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Pilz des Jahres 2008

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Pilz des Jahres 2008

pilzdesjahres2008
Bronze-Röhrling

Der Bronze-Röhrling, auch Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus Bull.: Fr.) genannt, ist ein stattlicher Pilz aus der Verwandtschaft der Steinpilze.

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