

von "Pilz-Diakon" Matthias Krause
„Herr, wie sind deine Werke so groß und viel!
Du hast sie alle weise geordnet
und die Erde ist voll deiner Güter.“
Psalm 104, Vers 24

Foto: Torsten Richter
Foto: Matthias Krause
Hinweis: alle weiteren Fotos, wenn nicht anders angegeben, sind ebenfalls von M. Krause
Endlich Weihnachten für mich, denn heute ist der 27. Dezember. Mein erster freier Tag nach dem ganzen Weihnachtstrubel. Das Weihnachtskonzert ist erfolgreiche Geschichte, das Krippenspiel ebenso. Es gab viel beruflichen Stress, noch nicht einmal die Dezemberausgabe des Tintlings konnte ich lesen, dabei hatte ich sie immer in meiner Notentasche mit dabei, damit ich die Heilig-Abend-Predigt nicht vier mal hören musste (so gut sie auch war).Unser Besuch hat sich für ein Weilchen aus dem Staube gemacht. Meine schönsten Weihnachtsgeschenke liegen unter dem Christbaum: handbemalte Pilzstrümpfe, ein T-Shirt mit Pilzmotiven und ein schönes neues Pilzbuch. Beim heutigen Nachmittagsspaziergang entdeckten wir im Zentrum Rehnas tatsächlich hunderte Speisepilze. Welche? Auflösung am Ende des Berichtes. Wer jetzt schon nachschaut, wird 2012 kaum Pilze finden !!!
Es wird Zeit für das erste Foto.
Nun der Versuch, mich anhand kurzer Notizen und vieler Fotos an das Pilzjahr 2011 zu erinnern. Los geht’s: Am 19. Januar, einen Tag vor dem Geburtstag meiner Mutter, fiel mir ein, dass ich noch gar kein Geschenkt für sie habe. Also ab ins Roggendorfer Moor! So beginnt dieser Jahresrückblick mit einem fast typischen Foto: Samtfußrüblinge (Winterpilze) und Judasohren. Zwei Auffälligkeiten sehe ich in Nachhinein - es fehlen Austernseitlinge und im Zentrum des Fotos befindet sich ein golgelbe Zitterling. Genau kann ich mich an den Zeitpunkt nicht mehr erinnern, als ich beschloss, keine Austernseitlinge mehr zu ernten, da sie eigentlich nach nichts schmecken. Wahrscheinlich war es nach einem Austerngulasch im Spätherbst 2010. Seither genieße ich diese Pilze lieber visuell als winterliche Zierde der Natur. Gernauso wie den Goldgelben Zitterling, den ich außer dem samtigen Geburtstagsgeschenk für meine Mutter im Januar reichlich fand. Hier ein paar Fotos von den ersten Pilzfreuden 2011.
Der goldgelbe Zitterling - essbar, wenngleich geschmacklos - ist wirklich eine Zierde des Waldes, zumal im Winter, wenn nicht einmal Schnee die Landschaft verzaubert und kaum Farben die Natur verschönen. Das habe ich auch auf der Homepage unseres Pilzvereines deutlich gemacht.
Da wurden die Kinder des evangelischen Kindergartens in Rehna zu Forschern und Entdeckern.
Eltern, Erziehern und „Pilzdiakon“ Matthias Krause ab in den Woitendorfer Wald
Am 8. Oktober, einem sonnigen Sonnabendvormittag, ging es mit Eltern, Erziehern und „Pilzdiakon" Matthias Krause ab in den Woitendorfer Wald.
Was es bei den Pilzen alles zu bestaunen gab:


Die nettesten Speisepilzfunde waren ein paar Steinpilze, drei flockenstielige Hexenröhrlinge und etliche Semmelstoppelpilze.
Außerdem beginnt die Hallimasch-Saison. Mein Mittagessen war dann eine leckere Reis-Pilzpfanne.
Dieser Vormittag gehörte noch zum Erntedankfest. Da geht es in der Regel um Korn und Obst und Gemüse. Aber in diesem Jahr ging es auch um Tiere - und zu guter Letzt nun auch um die Pilze.
„Pilzdiakon" Matthias Krause
Na immerhin! Ein recht ansehnlicher Ansehnlicher Scheidling in dieser zu trockenen und daher fast pilzleeren Zeit. Gut, dass wir das Blumenbeet, in welchem sich auch die Sporen des Pilzes befanden, immer mal gegossen haben. Dass er eine Knolle (mit Scheide) hat, das hatte ich gleich ertastet. Aber erst, als die weißen Lamellen sich dunkler verfärbten, konnte ich ihn mit Namen ansprechen. Glück hat er, dass er ohne Geschwister da steht, sonst wäre er in meiner Bratpfanne gelandet.
Pilzdiakon Matthias Krause/ Endlich Winterferien. Das bedeutet auch für mich ein paar Tage Urlaub. Momentan lohnt es sich aus meiner Sicht nicht auf Frischpilzsuche zu gehen. Aber im Januar konnte ich zwei Mal schöne Winterpilz-Ernten einholen. Nach den Schnee- und Frosttagen durfte ich leckere Samtfüßchen und gnubbelige Judasohren futtern. Meine Mutti hatte in der Zeit Geburtstag - kann es ein originelles Geschenk geben als eine leckere Frischpilzpfanne? Als dann nicht mehr so viel zu holen war, hat jemand heimlich den Wald wunderschön dekoriert. Hier die Fotos.
Hier sind die Bilder meiner ersten Ernte von 2011 zu sehen (Samtfußrüblinge und Judasohren) - und auch hier schon zur Deko ein Goldgelber Zitterzahn.
Das "Reich" der Pilze Durch Pilze reich werden!
Matthias Krause // Ich denke mal, dass viele Leser gleich von der Überschrift abgeschreckt sind und diesen Artikel gar nicht erst lesen. Erstens geht es ja mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um finanziellen Reichtum, wenn solch ein Beitrag von einem „Kirchenmann“ kommt. Da hat man nur eine Predigt zu erwarten über geistliche Reichtümer und so etwas. Zweitens ist es gar nicht für jeden Pilzfreund gut finanziell reich zu werden, da das bekanntlich oft den Charakter verdirbt. Drittens sind hier keine Bilder zu bewundern.
So, wer bis hier zu lesen durchgehalten hat, darf aber schon mal wissen, (jetzt bitte nur Insider auf Weiterlesen klicken) ...