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Ein pilziges Wochenende in der Feldberger Seenlandschaft

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Rehna. Feldberg. Gerne besuchen wir alle Jahr wieder die beschauliche Umgebung von Feldberg, besonders wenn es im Vorfeld gut geregnet hat. Zwischen dem 10. und 25.Juli sind wir Stammgäste in den „Feldberger Pilzrevieren“. Dieser Zeitraum hat sich als recht effektiv erwiesen. Die Region ist eine touristische Idylle für alle die es etwas beschaulicher mögen.  Feldberg (angeblich?) weltweit bekannt durch seine Erfolge im Wasserski, was uns aber nicht wirklich tangiert, besuchen wir wegen der Pilze und seiner schönen Gewässer. Am späten Freitagnachmittag gut mit dem in die Jahre gekommenen VW Polo in Feldberg gelandet ging es kurz in den Stieglitzenkrug und dann wurde die Lage „abgecheckt“!

  pfifferlingsleisten 
 gemeines blutstrpfchen - zygaena filipendulae   Sonnabendfrüh wollten wir den Schmalen Luzin per Kajak erobern. Das klappte super und wir bewegten uns schnell wie ein Torpedo nur an der Oberfläche des Gewässers. Bei Sichttiefen bis 6 Meter beobachteten wir schöne Hechte und vieles andere an aquatischer Fauna, Flora und Funga. Ein Halt an den Seehängen unter dem Schutzdach der Altbuchen löste schnell Begeisterung aus! Pfifferlinge ohne Ende und in allen Größen. Wir schnitten bis die Dose voll war, das dauerte nicht lange bei der Größe der blassen Laubwaldform des Pfifferlings. Nachmittags hieß es Eisbecher genießen und das STATT-Fest besuchen.

 Aber wer stand denn da? Ein Infostand zum Thema Pilze! Wir freuten uns, auch weil es bekannte Pilzfreunde zu begrüßen galt. Der stadtbekannte Pilzberater Udo H. Hopp aus Feldberg und Petra Bonin, Pilzberaterin und AMMV Vorstandsmitglied (Arbeitsgemeinschaft Mykologie Mecklenburg-Vorpommern) begrüßten uns  herzlich und es gab einen regen Austausch zur aktuellen Lage in den Pilzrevieren! Das Wetter war super und so besuchten wir noch den Weitendorfer Haussee. Pfifferlinge hatten wir ja schon genug. Der Weitendorfer See liegt vor den Toren Feldbergs und in den ufernahen Feucht- und Magerrasen auf Sand gibt es immer tolle Arten zu entdecken. Inocybe vulpinella und ein kleiner winziger Nabeling namens Omphalina albominutella hauten besonders mich (Torsten) vom Hocker. Blutströpfchen und die im „Hornissentarnanzug“ lebenden Raupen des Blutbärens waren echte Hingucker. Letzterer ist eine geschützte Art die nur an Greiskraut lebt!  Bis Mitternacht gab es dann noch kühles Bier und Lifemusik von einer verrückten Band aus Berlin. Bei Soul, Pop, Deutschrock und DDR Songs ging ein toller Tag zu Ende. Die Sonne ging auch am Sonntag auf und der Sprockfitz schrie: „ besucht mich“. Das taten wir auch unverzüglich. Die kundigen Petrijünger hatten  uns schon die meiste Arbeit abgenommen und die Pfifferlingshänge beräumt und so war unser Korb nur halb voll, also ab in Richtung Koldenhof. Einfach nur herrlich. Pfifferlinge reichlich, essbare Täublinge, prächtige Fruchtkörper des Ästigen Stachelbartes und auch einige Sommersteinpilze machten uns zu glücklichen Pilzmenschen. Einiges an interessanten Funden liegt noch in der Warteschleife und wünscht sich eine Begutachtung per Mikroskop. Das wird in den nächsten Tagen passieren. Und 2012 heißt es wieder im Juli: Feldberg wir kommen, auch wegen der leckeren regionalen Fischgerichte.
                                                         

Euer Vorsitzender Torsten

 

udo h. hopp informierte rund um das thema pilze omphalina albominutella oder clitopilus

 

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