Ein Blütenmeer aus Lerchensporn Foto: Torsten Richter
Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)Rehna. Eine Ausflug an der frischen Frühlingsluft hat derzeit für botanisch Interessierte so einiges zu bieten. Besonders in krautreichen Edellaubwäldern, feuchten Auenwäldern und Hecken mit nährstoffreichen, humosen Böden beherrscht jetzt oft eine wunderschöne kalkliebende Pflanze die Krautschicht und bildet oft große Bestände. Vom Hohlen Lerchensporn (Corydalis cava) ist die Rede, dieser Vertreter der Erdrauchgewächsee bildet von März bis Mai mit seinen weißen oder trübpurpurnen, allseitswendigen Blütenstände oft herrliche Blütenmeere. Aber auch in naturnahen Gärten hat der Lerchensporn Einzug gehalten und ist ein beliebter Frühblüher. Besonders für langrüsselige Bienen ist der Lerchenspornnektar eine wertvolle Nahrungsquelle. Nach der Blüte bilden sich dann schotenförmige Kapseln.

Der botanische Name bezieht sich auf zwei markante Äußerlichkeiten der Pflanze. Einerseits auf die hohle, walnussgroße Knolle (lat.: cavus = hohl), die oftmals ungewöhnlich tief in der Erde verborgen ist und als Speicher- bzw. Überdauerungsorgan (Geophyt) dient. Andererseits ähnelt die Blütenform den gespornten Zehen der Haubenlerche (griech.: korydalis= Haubenlerche).
Der Hohle Lerchensporn erreicht eine Wuchshöhe von 15- 30 Zentimeter und enthält besonders in der Knolle Alkaloide, gehört somit zu den Giftpfanzen. Also, ab aufs Fahrrad und raus in an frische Luft durch Feld und Flur.
Torsten Richter
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