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Pilzverein Rehna
Montag, 01 Dezember 2014 12:40

Pilzrezepte zum Spätherbst

geschrieben von

Die ergiebige Spätsaison hat uns inspiriert, neue Gerichte aus den späteren Pilzarten auszuprobieren. Eine gemischte Pilzpfanne gelingt fast immer, aber wie findet man die optimale Verwendung für einzelne Arten heraus? Nach einigen Experimenten in unserer Pilzküche möchten wir ein paar Schmeckerchen vorstellen, die uns bisher am besten gefallen haben. Die Pilzmengen und die weiteren Zutaten sind frei variierbar, Grenzen setzt höchstens die Phantasie. Fotos zu den Rezepten folgen später, denn die Experimentalküche behält sich vor, vorerst an dem Geschmack zu arbeiten. Außerdem müssen die Rezepte weitergegeben werden, bevor die Pilzsaison zu Ende geht.

Pilzbuletten
Fleischfreie Buletten kennt man z.B. aus Grünkern. Pilze bilden jedoch den optimalen Ersatz für Hackfleisch ‒ wenn sie es nicht sogar weit übertreffen. Die Experimente begannen mit Frostschnecklingen: ein Neuzugang in unserer Küche. Was machen wir daraus? Nach dem Anbraten der Pilze kam kurzzeitig Verzweiflung auf, aber die Idee, die gesamte Pilzmasse zu zerschreddern, hat die Situation mehr als gerettet.

ca. 300 g Pilze (z.B. Frostschnecklinge, Hallimasch oder Graublättrige Schwefelköpfe)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Ei
Semmelbrösel
1 EL Senf
Salz, Pfeffer, Thymian
1 Prise gemahlenen Chili
Butterschmalz (oder Butter) zum Braten

Pilze ohne Fett anbraten, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Im Fall von Hallimasch nur kochen und abtropfen lassen. Die Hälfte der Pilze im Mixer grob pürieren, die andere Hälfte in kleine Stücke schneiden. Eine kleine Zugabe von gegarten, zerkleinerten Herbstlorcheln veredelt die Struktur der Masse.
Pilzmasse mit fein gehackten Zwiebeln und Knoblauch sowie Ei, Semmelbröseln, Senf und Gewürzen gut vermengen, bis eine homogene, feste Masse entstanden ist. Bei Bedarf etwas mehr Semmelbrösel hinzugeben.
In Butterschmalz von beiden Seiten scharf anbraten und danach in der Pfanne auf kleinerer Hitze noch etwas garen.
Schmeckt auch kalt z.B. auf Brot, bzw. in Form von Hackbällchen.

Dienstag, 18 November 2014 14:08

Pilze, die eigentlich Tiere sind

geschrieben von

Gebilde mit einer ganz eigenen Existenzform


Text und Fotos: Christopher Engelhardt aus Naturgucker Das Magazin zur Vogel- und Naturbeobachtung NEWSLETTER - November 2014Das Magazin zur Vogel- und Naturbeobachtung NEWSLETTER - November 2014

Schleimpilze fand ich schon immer faszinierend. Sie besiedeln zum Beispiel Baumstümpfe oder im Wald lagernde Stämme und haben eine unglaubliche Formen- und Farbenvielfalt. Sie erscheinen keineswegs nur als „schleimiges Etwas", sondern bilden weiße, gelbe, rote, braune und schwarze Ballons oder Kügelchen, sitzen auf langen oder kurzen Stielen oder sind völlig ungestielt, ähneln in ihren Formen Krusten, Pinseln, Eierbechern oder Bürsten. Sie sind Lebewesen einer ganz eigenen Existenzform. Als ich bei einer mykologischen Lehrexkursion mal einen vermutlichen Schleimpilz entdeckte und meinen Pilz-Lehrer fragte, um welche Art es sich handeln könnte, war die Antwort: „Das weiß ich nicht, das gehört zur Zoologie." Will sagen: Diese Gebilde sind gar keine Pilze.

  • Schleimpilz imm Hemitrichia calyculata o clavata 141024 Garrensee (04)_tn
  • Blutmilchpilz (Lycogala epidendrum) 140702 Lauer Holz Lübeck_tn
  • Lachsfarbener Schleimpilz (Tubifera ferruginosa) 140830 Lauer Holz (03)_tn
  • Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon) 140322 Teschower Wald (01)_tn
  • Gelbe Lohblüte (Fuligo septica) 130901 Wald am Hohlsee bei Brüel (06)_tn
  • Schleimpilz Comatricha nigra 140222 Dummersdorfer Ufer (04)_tn

Sie gehören eher zum Reich der Tiere. Wobei auch das umstritten ist. Denn sie vereinen Eigenschaften beider Reiche in sich, wobei sie im Laufe ihrer Entwicklung morphologisch sehr unterschiedliche Stadien durchleben. Mit den Pilzen verbindet sie die Fortpflanzung durch Sporen, die in besonderen Fruchtkörpern gebildet werden. In ihrem frühen Entwicklungsstadium zeigen sie sich als einzellige, aber vielkernige Plasmodien, die sich amöbenartig auf dem Substrat fortbewegen können. Sie fressen dabei Bakterien, Sporen und Pilzhyphen, indem sie diese umfließen und dann in sich aufnehmen. Ein sehr häufiger und auffälliger Schleimpilz, den man auch jetzt im Spätherbst noch findet, ist der Blutmilchpilz Lycogala epidendrum. Seine kugeligen Fruchtkörper wachsen meist gruppenweise auf Baumstubben und liegenden Stämmen. Anfangs sind sie rosa und färben sich später grau und schwarz. Ähnlich den Bovisten platzen sie zur Sporenreife auf und geben den Sporenstaub frei.

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In Notfällen bei Pilzvergiftungen steht der Pilzsachverständige DGFM Alexander Glomb unter
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Notfallhilfe bei Pilzvergiftungen für Nordwestmecklenburg, Schleswig- Holstein und Hamburg!

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Giftnotruf: 0361 730 730 

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